Wahl der Versorgungsbatterie

die älteren Modelle (T1), inkl. Marco Polo
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JC209D
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Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 11.10.2017 19:02

Liebe JC Gemeinde,
ich hab in meinem neulich erworbenen MP 209D im Wohnbereich eine vermutlich Starterbatterie 90Ah 800A vorgefunden. Diese ist nun verreckt, da sie voll nicht mal mehr in der Lage ist, die Eberspächer Standheizung länger als eine Minute zu betreiben.
Meine Frage an Euch: welchen Batterietyp (und Kapazität) sollte ich nun kaufen beim auf den Bildern sichtbaren Einbauraum? Und bei diesem künftigen Nutzungsprofil: 2-3 Tage freistehen, (noch) keine Solarplatten, LED Beleuchtung und den Wunsch, die Eberspächer Standheizung ein Radio und ein Handy u. Laptop betreiben bzw. laden zu können.
Danke für Empfehlungen.
VG
Hans
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Wedge
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von Wedge » 12.10.2017 10:10

Hallo Hans,

vielleicht hilft Dir dieser Link schonmal weiter:
viewtopic.php?t=5326



viele Grüße
Wedge








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lisa.m
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von lisa.m » 13.10.2017 11:46

Hallo Hans,

es ist davon abhängig was für ein Ladegerät du besitzt und wie die Maße des Stauraums der Batterie sind.
Ich bin zufrieden mit meiner Wahl (siehe Link oben) werde allerdings noch eine Solaranlage nachrüsten um länger autark zu sein.
Mit meiner bisherigen Lösung schaffe ich 2-3 Tage mit Kühlschrank im Dauerbetrieb :D

Sonnige Grüße
Lisa
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CGN
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von CGN » 13.10.2017 13:03

Ich habe letztes Jahr auch eine neue Batterie besorgt. Habe eine 110AGM (Noname) Batterie genommen.
Das Ladegerät für Landstrom ist über 30 Jahre alt.

Ich war damit 3 Wochen und 4000 km unterwegs. Die Batterie war so gut wie nie halb leer. Akkus von Handy, Powerbank, Tablet, Laptop und Kameras wurden meistens über den Spannungswandler bei der Fahrt geladen. Somit wurde mit der Batterie nur Licht, Wasserpumpe, Boiler Steuerung etc. betrieben. Standheizung war im Sommer nicht nötig. Der Kühlschrank läuft immer auf Gas.

Ich bin damit sehr zufrieden. Ein teures System würde mir keinen Mehrwert bringen, was auch daran liegt das ich viel unterwegs bin.

Solar ist sicher schön, aber auf unserem Dach nicht so leicht zu realisieren.
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 14.10.2017 09:59

Danke für eure Beiträge. Ich habe wirklich null Ahnung von Elektrik. Deswegen für mich umso interessanter auf diesem Gebiet dazu zu lernen.
Hier ein Foto des verbauten Ladegerätes. Bild
Jemand eine Ahnung für welche Batterietypen es geeignet ist?
Sollte ich das Ladegerät ferner dauerhaft einschalten um die Aufbaubatterie mit Strom von der Lichtmaschine oder Landstrom zu laden?
Danke
BG
Hans


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AndiP
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von AndiP » 14.10.2017 12:19

Moin,
wie dieses Ladegerät genau lädt (mit welcher Ladekennlinie) ist nicht ganz klar. Ich vermute, dass das nur eine Ein-Aus-Funktion mit W-Kennlinie hat. Also Ladung bis 14,4V, dann automatische Abschaltung, bis der Akku unter 13,8V hat. Dann wieder Einschaltung, bis 14,4V. Die Spannung von 14,4V sorgt bei Nassakkus schon für deutliche Gasentwicklung.
Mir scheint das ein sehr altes Ladegerät zu sein. Ich würde das nicht mehr verwenden. Die Ladetechnik hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Ich würde ein neues, modernes Ladegerät einbauen.
Und dann einen passenden AGM Akku dazu. So groß wie möglich, dass er gut in das Akkufach passt.
Die Lichtmaschine wird den AGM zwar nicht voll laden, sondern nur zu ca. 80%. Das muss dann das Ladegerät bei Landstromanschluss übernehmen.
Das Ladegerät funktioniert eigentlich nur bei Landstromanschluß, nicht mit Lichtmaschine. Die LiMa läd den Bordakku nur, wenn ein Trennrelais eingebaut ist. Damit werden Bord- und Starterakku parallel geschaltet, wenn die LiMa Strom liefert.

Andi

PS: Die Befestigung des Bosch-Akkus mit 3 Spaxen in der dünnen Holzplatte finde ich -vorsichtig gesagt- abenteuerlich. Wenn die 26KG mal ans Wandern kommen, haten die Spaxe nichts mehr. Der Akku MUSS in das Fach darunter, so niedrig wie möglich, und mit M8er Schrauben und geeigneten Haltern am Unterboden befestigt werden.
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 14.10.2017 15:31

Danke Andi für Deine Einschätzung.
In das Fach darunter hat ein großer Akku keinen Platz. Radkasten im Weg...ich hab ja nur den kurzen Radstand (Marco Polo).
Platz hat die Versorgungsbatterie sicher vorm Wassertank und neben dem Ladegerät. Das ist ja bei Euch auch so, der originale Platz in der hinteren Sitzbank quasi.
Gibt es denn dort bei Euch im JC Durchbohrungen des Unterbodens für die ordnungsgemäße Befestigung der Batterie mit M8 & Bolzen?


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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von AndiP » 14.10.2017 16:34

Ja, die Akkus sitzen in der hinteren Sitzbank. Im Original geht der Tank etwa 10cm hoch unter dem Akku durch. Darüber ist eine 2mm Stahlplatte mit M8er Muttern geschraubt. Da steht der (die) Akkus drauf. Die Platte ist an das Sitzbankgehäuse geschraubt, mit 4 M8er Schrauben. Ist leider auf dem Explosionsbild nicht zu sehen. Das Sitzbankgehäuse ist massiv am Unterboden verschraubt, da hängen schließlich auch Sicherheitsgurte dran.

Im James sind original 2x 63Ah Nassakku verbaut. Ob das im Marco auch so ist weiß ich nicht.
Ich habe 2x 70Ah AGM verbaut, Lichtmaschine 80A, Solar 270Wp. Den Großteil des Stroms frisst der Kompressorkühlschrank :? In südlichen Ländern reicht die Ausbeute, um die Akkus Mittags wieder voll zu haben.

Andi
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 14.10.2017 18:18

Danke. Ich hab nicht den Originaltank sondern einen anderen.
Mit dem Vorteil, dass ein oder sogar zwei AGM Akkus auf jeden Fall davor Platz haben. (Am liebsten hätte ich LiFeYPo ;)
Dann sind sie im Sitzkasten formschlüssig positioniert und ich müsste keine weitere Sicherung oder Muttern anbringen.


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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 14.10.2017 18:57

...und der Kühlschrank läuft bei mir fast immer auf Gas, alternativ auf Landstrom. Bei euch nicht?


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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von AndiP » 15.10.2017 09:18

Ich habe den Absorberkühlschrank in Rente geschickt. In südlichen Gefilden brachte der zu wenig Kühlleistung. Ein Kompressor ist wesentlich effektiver, läuft aber nur auf 12V.
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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von JC209D » 15.10.2017 09:38

Interessant, ich habe die Erfahrung dass die Kühlleistung auf Gas stets besser ist als auf Strom.



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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von KlassikJames » 15.10.2017 09:49

Hast ja auch einen Absorberkühlschrank.

Meinen Kompressorkühli konnte ich auch im hohen Norden mit Solarstrom unbegrenzt betreiben.
Island hatte den Vorteil, daß keine Bäume den Ertrag mindern konnten. 8)
Leistungsarm und abgasstark 8)

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Re: Wahl der Versorgungsbatterie

Beitrag von admin » 15.10.2017 13:03

JC209D hat geschrieben:
15.10.2017 09:38
Interessant, ich habe die Erfahrung dass die Kühlleistung auf Gas stets besser ist als auf Strom.
Ein Absorber benötigt Wärme, damit er funktioniert. Die kann man mit einer Gasflamme besser und effizienter erzeugen als mit einer elektrischen Heizpatrone.

Ein Kompressorkühlschrank hat einen Elektromotor. Dieser läuft nur mit Strom. Dafür ist die Kühlleistung auch dann top, wenn es draußen sehr warm ist. Wir hatten unseren JC mal einen ganzen Tag am Kennedy Space Center in Florida in der prallen Sonne stehen. Im Schatten waren es dabei knapp 40 Grad, im Wagen unerträglich heiß. Im Kühlschrank waren die Eiswürfel dennoch nicht geschmolzen.

Da hätte ein Absorber vermutlich längst schlapp gemacht.

Peter
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