Hochdachabdichtung der 1001ste...

die ersten Sprinter (T1N)
Apollo13
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Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Apollo13 » 30.05.2013 21:34

Hallo zusammen,

Symptom: Wasser tropft aus der Übergangsstelle von Dachhimmel zu beiden A-Säulen...
--> Nach Demontage des Himmels und allen Verkleidungen war zu sehen, dass im Himmel und oben unterhalb des GFKs überall Wasser steht!
--> Das Wasser kommt von links und rechts im Bereich der Hochdachverklebung nach vorne gelaufen und läuft teilweise in den A-Säulenverkleidungen
wie auch in den A-Säulen selbst ab und tropft unterm Fahrzeug aus den Verschraubungen der Kunstofftrittschalen...

auf der Suche nach der "Quelle" habe ich folgendes überprüft herausgefunden:

1.) Marode Kunststoffschrauben (4x auf dem Hochdach, 4x auf der linken Seite)
--> Alle Schrauben (Inbus mit Rundkopf und Scheibe (aus einem Stück!)) in V4A ersetzt. Zwischen Schraube und Gelcoat liegt nun eine Flachdichtung
--> Seit dem über linkem Aufstellfenster und an A-Säule kein Wasser mehr
--> Die alten Polyamid-Schrauben waren vom Rost im vorderen Bereich verfärbt!

2.) Schiebedachfenster Zerlegt --> War zwar auch nicht 100% dicht, da Wasser in der inneren Kunststoffblende, aber von da kann ja nichts ins Hochdach laufen.
--> Nach Pflege der Dichtungen und richtiger Einstellung des Glases wieder Dicht.
--> Nach dem Schmieren mit Kunststoffverträglichem Silikonfett läuft das Fenster super.

3.) Aufstellfenster (original) in Küche und Bad
--> Nach Demontage der Innenrahmen: Erkenntnis trocken

4.) Dachdurchführung Solaranlage und DVB-T Antenne
--> Sika sieht zwar nicht mehr schön aus, Prüfung alles Dicht

5.) Dachdurchführung Dunstabzugshaube
--> Prüfung von Innen am Schlauch, keine Feuchtigkeit erkennbar

6.) Rückfahrkamera und Außenlicht hinten
--> Hier läuft, wenn auch nur sehr wenig, Wasser rein. Irgend so ein A. hat für die Gummitüllen zur Leitungsdurchführung zu groß gebohrt....

7.) Markise (Dichtlippe ist defekt)
--> Nach Demontage auch hier die Schrauben im Hochdach mit Rostansatz (für die weiter Suche ebenfalls mit Schrauben abgedichtet)

Zwischen den einzelnen Schritten habe ich immer wieder mit viel Wasser im jeweiligen Bereich auf Dichtigkeit überprüft.
Auf viele Hoffnungen kam immer wieder die Ernüchterung, sodass ich jetzt leider auch an der Hochdachabdichtung angekommen bin... die Hoffnung ist zuletzt gestorben

Nachdem ich alles zum Thema: welches Dichtmittel und wie Vorgehen gelesen habe und ich diese Aktion nur einmal machen möchte folgendes:

Was haltet Ihr davon:

1.) alte Dichtung raus (wie auch immer)
2.) evtl. Roststellen behandeln und blankes Metall lackieren
3.) Mit Sika Aktivator reinigen
4.) Mit Sika Primer206 G+P behandeln
5.) Mit Sikaflex 252 i Dichten und Kleben (Dachrinne nur zur Hälfte füllen)
6.) Idee: Mit Dekalin die Dachrinne komplett auffüllen und Richtung Hochdach nach oben ziehen???? --> keine Dachrinne mehr

--> Dekalin schein ja zäher / halbarar zu sein und eine bessere UV-Beständigkeit zu haben?

Habt ihr noch eine Idee?

Danke Gruß

David
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von wocrafter » 31.05.2013 08:31

[Habt ihr noch eine Idee?

Danke Gruß

David[/quote]

Eine Idee nicht David, aber eine Erfahrung: Je dicker und breiter die Dichtungsmasse aufgetragen wird, je elastischer und dichter ist die Naht über die Jahre . Auch wenn das nicht immer sooooo gut anzusehen ist.
Ein Beispiel: Nimm mal einen kleinen Kaugummi und ziehe den in die Länge und messe mal die Länge wenn er abreisst. Dann nimm mal einen großen Bollen Kaugummi..............................

Gruß Wolfgang
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Jürgen » 31.05.2013 11:32

wocrafter hat geschrieben: Je dicker und breiter die Dichtungsmasse aufgetragen wird, je elastischer und dichter ist die Naht über die Jahre . Auch wenn das nicht immer sooooo gut anzusehen ist.
Moin,
genau so sehe ich das auch.
Funktion geht vor Aussehen, denn schließlich will man vor den Wetterunbilden geschützt sein.
Regen und UV Bestrahlung durch die Sonne setzen den Auto's am meisten zu und weil wir in den Kisten ja auch teils wohnen, muß das schon stimmig sein.
Gruß Jürgen
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von wocrafter » 31.05.2013 12:24

Fast hätte ich es vergessen: Wenn nach dem einbringen der Dichtmasse die Schiebtüre geöffnet / geschlossen wird, entsteht ein Unter / Überdruck im Fahrzeug der dazu führt, das die Dichtnaht schon vor dem austrocknen belastet wird und reisst.
Also Türen alle geschlossen halten und erst nach dem einbringen und aushärten der Dichtmassen wieder öffnen.

Gruß Wolfgang
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Apollo13 » 03.06.2013 20:12

Hallo zusammen,

danke für Eure Antworten, werde die Dachrinne komplett auffüllen und das zweilagig... unten Sika oben drauf Dekalin....

Gruß

David
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Jürgen » 04.06.2013 08:12

Apollo13 hat geschrieben: Schiebedachfenster Zerlegt --> War zwar auch nicht 100% dicht, da Wasser in der inneren Kunststoffblende, aber von da kann ja nichts ins Hochdach laufen.

Habt ihr noch eine Idee?
Moin David,
das Wasser in der inneren Kunststoffblende kann auch Kondensat gewesen.
Bei gewissen Bedingungen (niedrige Temperatur, erhöhte Luftfeuchtigkeit und mehrere Tage im Auto übernachten) kann sich da ordentlich was ansammeln.
Bei uns ging das schon soweit, das beim anfahren bzw. abbremsen das Wasser über den Rand schwappte auf das Kopfteil der Matraze.
Hatte zuerst auch eine Undichtigkeit am Hochdach bzw. am Webastodachfenster vermutet, lag aber tatsächlich an der Kondensation von Luftfeuchtigkeit an der unisolierten Glasscheibe vom Webastodachfenster.
Haben dann die Jahre danach immer in der Übergangszeit eine passend zurechtgeschnittene 20 mm starke Evazoteschaummatte zwischen inneren Kunststoffblende und der unisolierten Glasscheibe vom Webastodachfenster geklemmt.
Dies funktionierte zu 100 Prozent, hat sich nun allerdings erledigt mit dem Nachrüst-Einbau von einem Midi Heki.
Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei der Sanierung der Dachrinne, schaue Dir auch genau den Bereich über der Frontscheibe an, Scheibengummi und die Klebenaht vom GFK Hochdach an der Nase vorn auf die Karosserie.
Du hast ein 97 Baujahr, der stand wohl auch viel draußen und war im Gelände unterwegs ( 4x4), durch die verschränkung der Karosse hat sich bestimmt die Verklebung teils gelockert.
Es wird viel Arbeit machen aber wenn Du fertig bist und da läuft dann kein Wasser mehr in die A-Säulenverkleidungen, weißt Du das es sich gelohnt hat. :)
Gruß Jürgen
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Apollo13 » 05.06.2013 20:47

Hallo zusammen,

bin seit gestern dabei die alte Hochdachabdichtung zu entfernen. Habe mir aus Hartholz ein paar Schaber gerichtet mit denen funktioniert das Ablösen der alten Dichtmassse recht gut.
Dachte eigendlich das die Dichtmasse ca. 5-8mm stark ist... von wegen, an vielen Stellen sind es gerade mal 2mm und dabei ist die Dachrinne schon voll! Zum Metallsteg der Dachrinne hat sich die Verbindung bereits überall gelöst,
machmal lässt sich die Dichtmasse, durch langsammes ziehen, vollständig vom Gelcoat abziehen! Kommt mir so vor als währe da ab Werk nie richtig Geprimert worden! Nu blöd das die Dachrinne
nach innen Richtung Hochdach gebogen ist...grrr.
Der Spalt zwischen Metallsteg der Dachrinne und dem GFK ist an den meisten Stellen gerade mal 1 bis 2mm breit, da ist es leider unmöglich die Dichtmasser (wenn überhaupt vorhanden) zu entfernen.
Wie dick ist das GFK, welches ind der Dachrinne steht, überhaupt? ca.?
Sollte ich das GFK mit z.B. einem Multimaster auf die hälfte der Dachrinnenbreite einkürzen / verschmälern um den Salt zu vergrößeren, wodurch sich auch die Haftfäche am Metallsteg der Dachrinne vergrößern würde?
Hat das schonaml jemad so gemacht? Auf www.o307.de läst sich dies auf den Bilden leider nicht richtig erkennen...

Gruß

David
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Epeg » 06.06.2013 07:02

Moin

Also das GFK einschmälern ist wohl keine gute Idee. Nimm dir einen abolut billigen Schraubendreher und biege die Klinge zu einem Winkel zurecht und damit kratzt du soweit möglich das Dichtmittel raus. Natürlich mußt du dann wohl nacher Rostschutz auftragen.

Wenn`s vernünftig auf Jahre Dicht werden soll hast du keine alternativen.
Alle sagten: Das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht 8) [/b]:-)) 316CDI EZ: 03.2006. Sprintshift. 2x 80 WP Solar Modul.

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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Jürgen » 06.06.2013 07:48

Apollo13 hat geschrieben:Wie dick ist das GFK, welches ind der Dachrinne steht, überhaupt? ca.?
Moin David,
im oberen Dachbereich beträgt die Stärke 2,0 mm, an den Seiten also wenigstens auch, wenn nicht gar noch etwas dicker wegen der tragenden Funktion.
Gruß Jürgen
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von wocrafter » 06.06.2013 10:24

Denn Spalt zu vergrößern, könnte ich mir auch vorstellen, wenn das Dach mit zusätzlichen Blechlaschen auf der Karosserie befestigt ist, wie z.B. bei unserem ehemaligen VW T2 und VW T4, mit Westfalia Dächern und Einbauten.
Wenn das Dach aber nur über die Dichtung befestigt und abgedichtet wird, müsste ich das Dach sehen um dann aus dem Bauch heraus entscheiden zu können ob ein größerer Spalt Probleme machen könnte.

Gruß Wolfgang
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Apollo13 » 07.06.2013 21:00

Hallo zusammen,

danke für Eure Meinungen.
Kennt Ihr vieleicht jemand im Forum der den Spalt zwischen GFK und Dachrinne schonmal vergößert hat.
Ist die Außenhaut lediglich mit dem Sika in der Dachrinne verklebt oder auch von innen, bzw. mit der Innenhaut im unteren Bereich verbunden?

Gruß

David
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von ixcebichee » 08.06.2013 08:58

Moin!
Das Dach ist auch auf der Innenseite mit Dichtmasse eingeklebt...
mach einfach die alte Naht so gut sauber, wie es halt geht (z.B. Multitool von Bosch, oder Fein) und dann neu eindichten.... fertig!

so long...
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von Apollo13 » 14.06.2013 18:27

Hallo Zusammen,

es ist vollbracht...phuu
Neu Hochdachabdichtung ist nun fertig. Werd jetzt erstmal in Urlaub fahren, danach gibts Bilder.

Danke Euch allen


Gruß

David
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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von radman » 14.06.2013 20:14

Well done. Looking forward to the photos :D

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Re: Hochdachabdichtung der 1001ste...

Beitrag von JC312D » 19.08.2013 16:30

Die Nahtabdichtung ist einfach eine Fehlkonstruktion.
Spätestens alle 5 Jahre sollte die Dichtnaht erneuert werden.

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