Injektoren

die ersten Sprinter (T1N)
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Foyermann
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Injektoren

Beitrag von Foyermann » 11.09.2017 21:13

Moin, moin,
beim diesjährigen erneuten Korsika Urlaub zeigte sich folgender Fehler.
Schlechtes Anspringen und sobald der 316 CDI Motor bei Betriebstemperatur ausgestellt wurde und wieder gestartet wurde, ging er sofort wieder aus und sprang daran anschließend erst mit viel Gas geben und mind. 10 - 15 Sek. Anlasser durchlaufen an.
Zuvor war er bereits in einer "normalen Werkstatt" und diese diagnostizierten: Rücklaufmengen Zylinder 1 und 5 gerade noch im Sollbereich. HINWEIS: Injektoren können ausfallen.
Daraufhin habe ich den Cook in eine spezielle Bosch Werkstatt gebracht, die Injektoren in einen Prüfstand geben können - 130 km von mir entfernt . Zuvor wurden sie in einem Ultraschallbad gereinigt und nun gibt es ein genaues Schadensbild. 3 Injektoren laufen außerhalb des Sollbereiches. Ich habe nun den Auftrag erteilt, jene 3 Injektoren instand zu setzen und bin gespannt, ob er anschließend wieder vernünftig anspringt und auch wieder besser läuft.
Der Cook hat jetzt 130 tkm gelaufen und läuft ausschließlich Langstrecke und Autobahn.
Über Injektoren habe ich hier im Forum bisher nichts gelesen. Hat denn jemand ähnliches erlebt bzw. gibt es keine Schwierigkeiten mit den Injektoren?
Beste Grüße aus dem Norden.
Toralf

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Re: Injektoren

Beitrag von ixcebichee » 12.09.2017 08:26

Moin!
Das "Schlechte Anspringen" hatten wir auch... die Injektoren wurden mit einem Lecköltest geprüft... nix!
Der Fehler war ein kaputter O-Ring am Drucksensor des Commonrailrohres... da gibt es einen Reparatursatz für unter 10€... kleine Ursache, große Wirkung.
Durch diese Undichtigkeit entleerte sich das Commonrailrohr... der Diesel floss in Richtung Tank zurück... kein Vakuum mehr... zog da Luft ins System... Motor sprang erst schlecht und dann nicht mehr an.
Danke nochmal an den ADAC! :mrgreen:

so long...
Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet!

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Jürgen
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Re: Injektoren

Beitrag von Jürgen » 12.09.2017 20:19

Hi, ich tippe auch auf den O-Ring am Drucksensor des Commonrailrohres, das passt zu der Fehlerbehebung von Toralf. Der wird berichten was es endgültig war, bin gespannt.
Ich hatte bis auf einen defekten Druckwandler und schleifende Schaufeln am Turbolader noch nie was am Motor. Zum Glück!
Gruß Jürgen
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Re: Injektoren

Beitrag von Foyermann » 13.09.2017 10:32

Moin, moin,
bevor es in den Korsika Urlaub ging, gabs ja zuvor die große Durchsicht und da zu dem Zeitpunkt bereits regelmäßig die EDC Kontrolleucht anging, begann bereits die Fehlersuche. Startschwierigkeiten gabe es noch nicht. Bei längerer Fahrt und meist unter Last, gab es ein kurzes Ruckeln, die Leistung setzte kurz aus bzw reduzierte sich merklich, anschließend leuchtete die EDC Leuchte auf. Wahrscheinlich lief der Motor dann im Notlaufprogramm. Wenn ich dann den Motor wieder ausgestellt und gestartet, war auch die EDC Leuchte wieder aus. In der Werkstatt wurde dann der Fehlerspeicher ausgelesen und dort war ein Fehler im Motorsteuergerät abgelegt, der auf ein Druckproblem im Kraftstoffniederdruckbereich hindeutete. In Absprache mit mir, wurde dann der Drucksensor (kostet gerade mal 29 €) und der Dieselfilter gewechselt, da diese beiden Bauteile diesen Fehler hervorrufen können. Die EDC Leuchte ging nach diesem Wechsel nicht mehr an, aber ich hatte eben das Gefühl dass er jetzt schlechter anspringt und im Urlaub kam dann das Problem des Ausgehens bei Start mit warmen Motor hinzu. Und bereits im letzten Jahr deute die Werkstatt an, dass mindestens 2 Injektoren nicht richtig funktionieren. Und nun warte ich auf Rückmeldung der Werkstatt, nach Reparatur jener 3 Injektoren. Mal sehen wie er nun läuft und ob es Unterschiede gibt.
Beste Grüße
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Re: Injektoren

Beitrag von Foyermann » 27.11.2017 19:39

Moin, moin,
nochmal eine Rückmeldung zu den Injektoren:
der Cook läuft nach der Instandsetzung jener 3 Injektoren wirklich super. Ich habe mich entschieden, jene 3 Injektoren die außerhalb der Klassifizierung liefen, eben nicht zu erneuern sondern Instand zu setzen...Die 5 Injektoren wurden in einen speziellen Prüfstand mit einem Programm EPS945 CD TESTDATA getestet; welche einige wenige Bosch Werkstätten besitzen...Dazu habe ich die jeweiligen Messprotokolle der 5 Injektoren bekommen, vor und nach der Instandsetzung. Es wurden also die 5 Injektoren ausgebaut, im Ultraschallbad gereinigt; anschließend die 3 Injektoren die außerhalb der Norm liefen - Instand gesetzt; dann noch der Dieselfilter und ein paar Kleinteile erneuert ...und der Motor läuft nun auch wieder wesentlich ruhiger.
Nun hoffe ich, die nächsten 100 tkm Ruhe zu haben...
Beste Grüße aus dem Norden
Toralf

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Re: Injektoren

Beitrag von St76 » 28.11.2017 09:52

@Toralf,

Vielen Dank für die Beschreibung und Information.
Darf ich dich Fragen bei welchem Kilometerstand Du die Injektoren überholen lassen hast?
Danke.
Gruß Stephan


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Re: Injektoren

Beitrag von Foyermann » 28.11.2017 14:22

Hallo Stephan,
der Cook hat gerade mal 130 tkm gelaufen. Zu 80 % nur Autobahn, ausschließlich Langstrecke und wirklich ganz selten Volllast. Ich fahre ihn in der Regel zw 110 - 115 km/h.
Insofern fand ich es schon merkwürdig, das 3 Injektoren nach dieser Laufleistung defekt sind.
Vg Toralf

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Re: Injektoren

Beitrag von St76 » 28.11.2017 16:03

...das ist schon sehr früh, dass die Injektoren da schon gekommen sind.
Ich werde meine auch mal überprüfen (gibt noch keinen Grund) sind seid 245.000 Km drin.


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Re: Injektoren

Beitrag von coffeeholic » 28.11.2017 19:20

An den 311ern die wir als Verkaufsautos laufen hatten, hatte ich des öfteren tatsächlich Probleme mit den Injektoren. Meist aber erst bei Laufleistungen von 400.000 aufwärts. Rüchlaufmengenmessungen führen wir intern in unserer Werkstatt durch, wodurch die Schuldigen schnell lokalisiert werden. Ersetzt hatte ich die aber immer mit originalen Austauschteilen. Den Preis weiss ich nicht mehr, müsste ich im WebParts nachschauen. Das hat etwa jeden dritten von unseren 311ern mit über 400.000 Km betroffen.

Problematischer waren die ganzen defekten Dichtringe im Injektorschacht, wodurch die Plörre steinhart bis unter die Ansaugbrücke gewachsen ist. Das nur am Rande, hat ja nichts mit dem oben geschilderten Problem zu tun.

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