Ich hab im Sommer mit Schrecken festgestellt, dass die Daochrinne hinten an einer Stelle durchgerostet ist (siehe Foto). Jetzt frag ich mich wie ich das am besten Sanieren kann, ohne das ganze Dach zu entfernen. Der Rost wird, so wie es aussieht weiter unter die Nase hineingehen. Schweißen ist ja auch ein Problem. Ich weiß auch nicht recht, wo die Regenrinne hinten genau hingeht, weil darunter ist ja die Kunstsoffrückwand bei meinem 310er von 1994.
Mein erster Gedanke ist, das rostige Stück herausschneiden und dann mit Epoxydharz und Glasfaser nachformen. Oder hat jemand eine bessere Idee oder Erfahrungen?
Dachrinne durchgerostet
Dachrinne durchgerostet
- Dateianhänge
-
- IMG_5805.jpeg (1.42 MiB) 544 mal betrachtet
James Cook 1993 310D Automatik
- Never ending project
- Beiträge: 509
- Registriert: 21.10.2020 09:09
- Wohnort: Braunschweig
Re: Dachrinne durchgerostet
Hallo Joe,
so ganz klar ist mir die Aufnahme nicht, aber ich vermute mal, sie wurde an der Rückwand des Fahrzeugs von oben nach unten aufgenommen und zeigt auf der linken Hälfte das Dach und rechts von der Regenrinne die Kunststoffrückwand mit (Fahrradträgern...?).
Also die Regenrinne ist schon ziemlich durch und das eigentlich an einer Stelle, wo sonst nichts wildes passiert, es sei denn, die Dichtung wurde mal beschädigt (evtl. durch Haltewinkel oder Klammern in der Dachrinne). Ob das die einzige Stelle ist oder nach der Entfernung der Dichtung noch weitere auftauchen...?
Die Regenrinne ist ja auch hinten an den metallenen Heckausschnitt angeschweißt und geht in ein ähnliches Dachprofil über, wie es auch an den Seiten der Karrosserie ist. Die Dachrinne ist voll ausgeformt und steigt hinter der Kante, in die das Dach eingesetzt wird wieder an, sodaß eigentlich keine Gefahr besteht, das Wasser nach innen läuft, es sei denn, der Grund der Regenrinne ist schon voll durchgerostet und hat Verbindung nach innen.
Den Rost und den befallenen Dachrinnenabschnitt würde ich mit einem Dremel vorsichtig heraustrennen (Du willst ja nicht das Dach abnehmen) und mir dann ein Blech entsprechend nachbauen und einschweißen (Kleber unter der Dachkante raus und mit einem Blech gut gegen Verbrennung schützen oder wie Du selber schon vorgeschlagen hast, aus Polyester nachformen. Für das Einsetzen des neuen Bleches reichen ja wenige Schweißpunkte, die man auch durch vorgebohrte Löcher vornehmen kann, den Rest stumpf aufeinander und dann beischleifen...
Viel Erfolg bei der Reparatur
und Gruß vom Arnd aus Braunschweig
so ganz klar ist mir die Aufnahme nicht, aber ich vermute mal, sie wurde an der Rückwand des Fahrzeugs von oben nach unten aufgenommen und zeigt auf der linken Hälfte das Dach und rechts von der Regenrinne die Kunststoffrückwand mit (Fahrradträgern...?).
Also die Regenrinne ist schon ziemlich durch und das eigentlich an einer Stelle, wo sonst nichts wildes passiert, es sei denn, die Dichtung wurde mal beschädigt (evtl. durch Haltewinkel oder Klammern in der Dachrinne). Ob das die einzige Stelle ist oder nach der Entfernung der Dichtung noch weitere auftauchen...?
Die Regenrinne ist ja auch hinten an den metallenen Heckausschnitt angeschweißt und geht in ein ähnliches Dachprofil über, wie es auch an den Seiten der Karrosserie ist. Die Dachrinne ist voll ausgeformt und steigt hinter der Kante, in die das Dach eingesetzt wird wieder an, sodaß eigentlich keine Gefahr besteht, das Wasser nach innen läuft, es sei denn, der Grund der Regenrinne ist schon voll durchgerostet und hat Verbindung nach innen.
Den Rost und den befallenen Dachrinnenabschnitt würde ich mit einem Dremel vorsichtig heraustrennen (Du willst ja nicht das Dach abnehmen) und mir dann ein Blech entsprechend nachbauen und einschweißen (Kleber unter der Dachkante raus und mit einem Blech gut gegen Verbrennung schützen oder wie Du selber schon vorgeschlagen hast, aus Polyester nachformen. Für das Einsetzen des neuen Bleches reichen ja wenige Schweißpunkte, die man auch durch vorgebohrte Löcher vornehmen kann, den Rest stumpf aufeinander und dann beischleifen...
Viel Erfolg bei der Reparatur
und Gruß vom Arnd aus Braunschweig
Hauptsache: Daimler.......man gönnt sich ja sonst nichts! JC 1986 "Wanderdüne" 260000km (T1) ;
Re: Dachrinne durchgerostet
Super, vielen Dank für deine Einschätzung und das Foto! Du hast mich genau richtig verstanden. Das hilft mir schon mal weiter.
James Cook 1993 310D Automatik
- Never ending project
- Beiträge: 509
- Registriert: 21.10.2020 09:09
- Wohnort: Braunschweig
Re: Dachrinne durchgerostet
Hallo Joe,
schön, daß ich Dir etwas weiterhelfen konnte. Da ich den alten T1 gerade ausgepackt hatte, habe ich mir die Konstruktion der Regenrinne und des oberen Karrosserieabschlusses noch einmal genauer angeschaut und, weil die Fotos es einfach nicht in ihrer Komplexität abbilden können, eine kleine Skizze gemacht.
Die Regenrinne ist also nicht ein zusätzlich angeschweißtes Blech sondern Teil einer komplexen Profilformung (orangenes Blech) aus einem Stück, zu einem Hohlkammerprofil wird es durch ein zweites Blech (gelb), was im Aufbau relativ simpel ist. Diese beiden Blechprofile sind rund um den Wagen bis zu den B-Säulen identisch, an den Seiten ist die Seitenwand (2) in dieser Punktverschweißung mit verbunden, im Bereich des Heckausschnittes bzw. der Hecktüren fehlt einfach das Karrosserieblech, sodaß der größere Dreikant den Türrahmen bildet. Anstatt des Seitenbleches wäre hier beim Cook das Füllteil aus GFK in den Türrahmen eingeklebt.
Vielleicht kann man die weggerostete Regenrinne als kleines Blechwinkelprofil ersetzen, wenn man noch Substanz zum Anschweißen findet. Dann das Kleberbett für das Hochdach erneuern und hoffen, daß es dicht ist.
Viel Erfolg bei der Reparatur
und Gruß vom Arnd aus Braunschweig
schön, daß ich Dir etwas weiterhelfen konnte. Da ich den alten T1 gerade ausgepackt hatte, habe ich mir die Konstruktion der Regenrinne und des oberen Karrosserieabschlusses noch einmal genauer angeschaut und, weil die Fotos es einfach nicht in ihrer Komplexität abbilden können, eine kleine Skizze gemacht.
Die Regenrinne ist also nicht ein zusätzlich angeschweißtes Blech sondern Teil einer komplexen Profilformung (orangenes Blech) aus einem Stück, zu einem Hohlkammerprofil wird es durch ein zweites Blech (gelb), was im Aufbau relativ simpel ist. Diese beiden Blechprofile sind rund um den Wagen bis zu den B-Säulen identisch, an den Seiten ist die Seitenwand (2) in dieser Punktverschweißung mit verbunden, im Bereich des Heckausschnittes bzw. der Hecktüren fehlt einfach das Karrosserieblech, sodaß der größere Dreikant den Türrahmen bildet. Anstatt des Seitenbleches wäre hier beim Cook das Füllteil aus GFK in den Türrahmen eingeklebt.
Vielleicht kann man die weggerostete Regenrinne als kleines Blechwinkelprofil ersetzen, wenn man noch Substanz zum Anschweißen findet. Dann das Kleberbett für das Hochdach erneuern und hoffen, daß es dicht ist.
Viel Erfolg bei der Reparatur
und Gruß vom Arnd aus Braunschweig
Hauptsache: Daimler.......man gönnt sich ja sonst nichts! JC 1986 "Wanderdüne" 260000km (T1) ;